Google wehrt sich gegen Vorwürfe von Verlagen

Der Internet-Suchmaschinen-Betreiber Google wehrt sich gegen Angriffe deutscher Medienhäuser, er profitiere ungerechterweise von journalistischen Inhalten.
Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagte der Europa-Chef von Google, Philipp Schindler: „Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln.“

Da stellt sich mir doch die grundlegende Frage: „Zu was für einer Gesellschaft haben wir uns denn entwickelt, in der mehr Energie aufgebracht wird um sein Kapital zu vermehren, indem man anderen Schaden zufügt, anstatt sein Kapital aus entstehendem Nutzen für Andere zu vermehren.“ Aufgrund der modernen Medien werden Zeitungen und Bücher über kurz oder lang völlig verschwinden. Damit muss ich mich als Verlagsleiter doch auseinander setzen anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und auf bessere Zeiten zu warten. Nur die Verlage die schon lange entsprechende Umsetzungen innerhalb Ihres Verlages verwirklicht haben können vielleicht überleben. Alle anderen, welche noch entsprechende Überlegungen anstellen, brauchen meiner Meinung nach überhaupt nicht mehr anzufangen. Zu groß ist die bereits entstandene Kluft an entsprechend geschultem Personal, Wissen, Erfahrungswerten usw. gegenüber den anderen Verlagen. Das ist nur mit großem Aufwand und jahrelangen Prozess-Entwicklungen zu bewerkstelligen. Da dürfte das (wenn überhaupt noch) vorhandene Kapital nicht ausreichen eine solche Durststrecke zu überwinden. Der Zug ist schlichtweg abgefahren. Oder hört Ihr heute noch etwas über Betamax und Video 2000. Diese beiden Video-Systeme standen Ende der 70er-Jahre im direkten Wettbewerb mit VHS. Aber auch hier hat man den Zahn der Zeit weder in Sachen Werbung und Produkt-Präsentation noch bei der Firmen-Philosophie erkannt und war letztendlich dem um Lichtjahre hinterher hinkenden VHS unterlegen. Dieses schon immer marode System konnte erst Anfang des neuen Jahrtausends durch die DVD abgelöst werden. Was lernen wir wiederum daraus: Man kann uns so ziemlich jeden „Dreck“ schmackhaft machen, solange er nur intensiv beworben wird. Der Webauftritt der Bild-Zeitung wird auch immer mehr an Werbe-Einnahmen abwerfen als alle anderen seriösen Zeitungs-Formate. Dies war auch schon im Printbereich so.

Fazit: Es ist generell aufgrund unseres technischen Standards und den damit verbundenen täglichen Änderungen, Verbesserungen und Erweiterungen ein viel schnelleres Handeln erforderlich. Es fehlt die Zeit die Konkurrenz erst einmal einige Jahre im Auge zu behalten wie es früher noch möglich war. Das Risiko neue Wege zu beschreiten ist unumgänglich und wird über Aufstieg oder Insolvenz entscheiden. Damit werden im Laufe der nächsten Jahre noch viele andere Branchen zu kämpfen haben, welche über ähnliche verstaubte und veraltete Unternehmensstrukturen verfügen.

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