Peter Hartz wieder zurück

Wenn das kein Muster-Beitrag zur Resozialisierung ist! Noch während seiner Bewährungszeit erhält der Vorbestrafte Peter Hartz einen Job bei einem staatlichen Unternehmen (Agentur für Arbeit in Saarbrücken), bei einer Bezahlung, die sicherlich jedem Hartz IV-Empfänger die Zornesröte ins Gesicht steigen lässt. Aber warum sollte man diesem Mann kein Vertrauen mehr schenken. Nur weil er über 10 Jahre Firmengelder in Höhe von 2,6 Millionen Euro veruntreut hat (mehr konnte zumindest nicht nachgewiesen werden). Oder etwa weil er uns zu Moral und Anstand ermutigen möchte und zeitgleich regelmäßig mit seinen Kumpels weltweit durch die Edelpuffs zieht? Hat er doch ein Gesetz erschaffen, welches Millionen deutscher Bundesbürger endgültig in den Ruin treibt. Sicherlich werden einige Faulenzer dadurch wach gerüttelt, aber größtenteils betrifft es kranke Menschen (insbesondere psychisch kranke Menschen), ältere Menschen sowie Menschen mit Berufen, welche aufgrund von Modernisierung ausgestorben sind. Diese werden nie Ihrer Armuts- und Schuldenfalle entkommen können. Sollte so einem Ehrenmann keine Chance auf ein üppiges Zusatz-Einkommen gegeben werden? Die paar Millionen Euro, welche er als VW-Arbeitsdirektor verdiente sind sicherlich bereits aufgebraucht. Da spielen auch die Themem „Führungszeugnis“ und „Glaubwürdigkeit“ wohl eher eine untergeordnete Rolle bei den Verantwortlichen der Agentur für Arbeit in Saarbrücken. Jemand, der sich als Brezelverkäufer bewirbt sollte da schon etwas genauer geprüft werden.

Kaum zu glauben dass dieser Irrsinn durch die Agentur selbst in letzter Minute gestoppt wurde, da „die bundesweite Berichterstattung in Vorfeld zu negativ war“. Ansonsten wäre dieser Wahnsinn tatsächlich erfolgt! Für mich wäre das eine einzige „Verhöhnung aller Langzeitarbeitslosen“.

Den Millionen Arbeitslosen bleibt zwar dadurch erspart, dass noch weitere Daumenschrauben angelegt werden, Ihre momentane Situation verbessert sich jedoch in keinster Weise. Des Weiteren werden in den nächsten Jahren sicherlich einige hunderttausend neue Arbeitslose in diesen Kreis dazu stoßen. Wie viele von den Betroffenen sich aufgrund Ihrer aussichtlosen Lage in dauerhafter psychischer Behandlung befinden interessiert wohl überhaupt niemanden. In den Praxen und Kliniken dauert es oft Wochen oder gar Monate einen Termin zu erhalten. Das ist das Resultat der tollen Arbeitsreform „Hartz IV“.

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