Unser Wasser

Auch wir von“ Dugi“ hatten KEINE Ahnung, dass das TRINKWASSER in Deutschland mit mikrobiellen Erregern belastet ist. Von den anderen SCHADSTOFFEN wie ARZNEIMITTELRÜCKSTÄNDE, PESTIZIDE usw. hatten auch wir gehört, haben uns aber immer auf die PROPAGANDA der Wasserversorger verlassen: „Trinkwasser in Deutschland ist das BESTUNTERSUCHTE Lebensmittel“. Nach den neuen Informationen (W. Soddemann et.al.) fragen wir uns nun, ob der „Blümsche Versicherungssatz: Meine Rente ist sicher“ auch auf die TRINKWASSER-Versorgung in Deutschland übertragen werden MUSS !

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/region/regensburg/online/ artikel/keime_im_trinkwasser_eine_fami/335047/keime_im_trinkwasser_eine_fami.html
Freitag, 19.12.2008
REGENSBURG MELDUNG VOM 19.12.2008, 21:06 UHR
Keime im Trinkwasser: Eine Familie wurde krank

Lauter kleine Zettelchen flatterten zu Beginn der Woche in die Haushalte im Regensburger Stadtteil Winzer. Darauf stand die Warnung, dass das Trinkwasser mit coliformen Keimen belastet sei und abgekocht werden müsse. Nur: Ein Haus in der Würzburger Straße wurde vergessen – und die Familie Nusser hat seitdem mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen. „Na ja, das ist schon alles sehr komisch gelaufen“, erzählt die 31-jährige Miriam Nusser. Sie wohnt in der Würzburger Straße 3 – und hat erst am Mittwoch schriftlich von den Keimen erfahren. Da ging es ihr selbst, ihrer Mutter und ihrer dreieinhalbjährigen Tochter aber schon schlecht: Brechdurchfall! „Zuerst haben wir uns gefragt, wo wir uns einen Virus geholt haben könnten. Als wir dann aber von den Trinkwasserkeimen erfahren haben, wussten wir, was los ist.“ Miriam Nusser nimmt jetzt Medikamente, der Tochter und der Oma geht’s ohnehin wieder besser. Nur eines, das geht der 31-Jährigen noch schwer auf den Keks: „Als ich am Mittwoch bei der Wassergenossenschaft anrief, wurde ich schnell und etwas grob abgefertigt.“ Die MZ sprach mit Hans Spitzer, Vorstand der Wassergenossenschaft. Der bestätigt: „Leider haben wir bei der Information dieses Haus zunächst vergessen. Das tut uns leid.“ Und dass es diese Woche bei den Telefonaten teilweise „etwas hektisch“ zuging, das bittet er zu entschuldigen: „Es ist leider ein bisschen was schief gegangen. Aber die Situation war für uns komplett neu, da standen auch wir ziemlich unter Stress.“

Im Trinkwasser Deutschlands sind oft Fäkalien. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt: „Grenzwertüberschreitungen bei Fäkalkeimen der Trinkwasserverordnung sind in 25%, im Sommer sogar in 33% der Trinkwasserproben. Im Grund- und Trinkwasser Bayerns werden regelmäßig Legionellen nachgewiesen.“ Anderswo in Deutschland wird das kaum anders sein. Das Umweltbundesamt UBA publizierte schon im März 2007, dass seit Inkrafttreten der neuen Trinkwasserverordnung über häufigere Grenzwert-überschreitungen bei coliformen Bakterien geklagt wird. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hat 2007 über eine stabile und aktive Bakterienpopulation im Trinkwasser der Harzwasserwerke in Braunschweig berichtet. Professor Dr. med. Martin Exner, Hygiene-Institut der Universität Bonn und Vorsitzender der Trinkwasserkommission von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, hat mehrfach Enterobacter cloacae im aufbereiteten ! Trinkwasser aus Talsperren gefunden. Das UBA hat bei Berliner Trinkwasseraufbereitungsanlagen nachgewiesen, dass deren Virusfiltration im Mittel 10.000-fach geringer ist als dies die Trinkwasserrichtlinie der Weltgesundheitsorganisation WHO bei Oberflächenwasser seit 2004 fordert. Das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in fertig aufbereiteten Trinkwässern aus der Region Aachen humane Rotaviren mit einer Positivenrate von 20% gefunden.

Auch vor unserer eigenen Haustür, zum Beispiel in Bammental und Spechbach, sind in den letzten Wochen und Monaten ähnliche Vorkommnisse, und in bekannt typischer Weise für die direkt Betroffenen total verspätet, bekannt geworden.

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann, Vorstand im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V.: „Das Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern ist ein Straftatbestand! Wasserwerke mit der üblichen veralteten Technik können Schadstoffe und Krankheitserreger nicht umfassend filtern oder abtöten. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten, Viren und einen Giftcocktail. Deshalb muss das Trinkwasser mit der Nanofiltration oder der Ultrafiltration und Aktivkohlefiltern für rund 1 € pro Person und Monat aufbereitet werden. Machen Sie Ihrem Wasserversorger Dampf!“

soddemann-aachen@t-online.de
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12909
http://www.dugi-ev.de/information.html

Schöne Grüße

Wilfried Soddemann
Freier Wissenschaftsjournalist
Ltd. Regierungsbaudirektor a. D.
Bauassessor Dipl.-Ing.

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V. Vorstandsmitglied
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND e.V. AG Umwelt und Gesundheit
Deutsche Umwelt- und Gesundheitsinitiative dugi e.V. Partner
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin IGUMED e.V. Mitglied
Whistleblower-Netzwerk e.V. Vorstandsmitglied

USA: 39 Millionen Infektionen durch Trinkwasser je Jahr
Deutschland analog: 11 Millionen Infektionen durch Trinkwasser je Jahr

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18020305
PubMed
Rev Environ Contam Toxicol. 2008;192:117-58.
Risk of waterborne illness via drinking water in the United States.
Reynolds KA, Mena KD, Gerba CP.
The University of Arizona, Mel and Enid Zuckerman College of Public Health, 1295 N. Martin Ave., Tucson, AZ 85724, USA.
Outbreaks of disease attributable to drinking water are not common in the U.S., but they do still occur and can lead to serious acute, chronic, or sometimes fatal health consequences, particularly in sensitive and immunocompromised populations. From 1971 to 2002, there were 764 documented waterborne outbreaks associated with drinking water, resulting in 575,457 cases of illness and 79 deaths (Blackburn et al. 2004; Calderon 2004); however, the true impact of disease is estimated to be much higher. If properly applied, current protocols in municipal water treatment are effective at eliminating pathogens from water. However, inadequate, interrupted, or intermittent treatment has repeatedly been associated with waterborne disease outbreaks. Contamination is not evenly distributed but rather affected by the number of pathogens in the source water, the age of the distribution system, the quality of the delivered water, and climatic events that can tax treatment plant operations. Private water supplies are not regulated by the USEPA and are generally not treated or monitored, although very few of the municipal systems involved in documented outbreaks exceeded the USEPA’s total coliform standard in the preceding 12 mon (Craun et al. 2002). We provide here estimates of waterborne infection and illness risks in the U.S. based on the total number of water systems, source water type, and total populations exposed. Furthermore, we evaluated all possible illnesses associated with the microbial infection and not just gastroenteritis. Our results indicate that 10.7 M infections/yr [10,7 Millionen Infektionen je Jahr] and 5.4 M illnesses/yr [5,4 Millionen Erkrankungen je Jahr] occur in populations served by community groundwater systems; 2.2 M infections/yr [2,2 Millionen Infektionen je Jahr] and 1.1 M illnesses/yr [1,1 Millionen Erkrankungen je Jahr] occur in noncommunity groundwater systems; and 26.0 M infections/yr [26,0 Millionen Infektionen je Jahr] and 13.0 M illnesses/yr [13,0 Millionen Erkrankungen je Jahr] occur in municipal surface water systems. The total estimated number of waterborne illnesses/yr in the U.S. is therefore estimated to be 19.5 M/yr [insgesamt 19,5 Millionen wasserbürtige Erkrankungen je Jahr]. Others have recently estimated waterborne illness rates of 12 M cases/yr (Colford et al. 2006) and 16 M cases/yr (Messner et al. 2006), yet our estimate considers all health outcomes associated with exposure to pathogens in drinking water rather than only gastrointestinal illness. Drinking water outbreaks exemplify known breaches in municipal water treatment and distribution processes and the failure of regulatory requirements to ensure water that is free of human pathogens. Water purification technologies applied at the point-of-use (POU) can be effective for limiting the effects of source water contamination, treatment plant inadequacies, minor intrusions in the distribution system, or deliberate posttreatment acts (i.e., bioterrorism). Epidemiological studies are conflicting on the benefits of POU water treatment. One prospective intervention study found that consumers of reverse-osmosis (POU) filtered water had 20%-35% less gastrointestinal illnesses than those consuming regular tap water, with an excess of 14% of illness due to contaminants introduced in the distribution system (Payment 1991, 1997). Two other studies using randomized, blinded, controlled trials determined that the risks were equal among groups supplied with POU-treated water compared to untreated tap water (Hellard et al. 2001; Colford et al. 2003). For immunocompromised populations, POU water treatment devices are recommended by the CDC and USEPA as one treatment option for reducing risks of Cryptosporidium and other types of infectious agents transmitted by drinking water. Other populations, including those experiencing „normal“ life stages such as pregnancy, or those very young or very old, might also benefit from the utilization of additional water treatment options beyond the current multibarrier approach of municipal water treatment.
PMID: 18020305 [PubMed – indexed for MEDLINE]

Der vorliegende Bericht schätzt für die USA mit 290 Mio. Einwohnern 39 Mio. durch Trinkwasser übertragene Infektionen mit 19,5 Mio. Erkrankungen je Jahr.

Überträgt man das Ergebnis auf Deutschland mit 82,6 Mio. Einwohnern, so ergeben sich für Deutschland gut 11 Mio. durch Trinkwasser übertragene Infektionen mit 5,6 Mio. Erkrankungen je Jahr.

In Deutschland wird jedoch zu dem Thema weder geforscht noch wird in Deutschland über durch Trinkwasser ausgelöste Infektionen geredet.
Ein gesundheitspolitischer Skandal allererster Güte!

Die neue Untersuchung bestätigt bereits vorliegende ältere:

Nach der Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 01/02 „Lebensmittelbedingte Erkrankungen in Deutschland“ (RKI, 2002) sind 20% der deutschen Bevölkerung zu dem Personenkreis sogenannter Risikogruppen mit geschwächtem Immunsystem zu zählen, die für lebensmittelbedingte Erkrankungen empfänglicher sind. Hierbei wird das Trinkwasser ausdrücklich zu den Lebensmitteln gezählt. Bei analoger Anwendung der Infektionsraten von Durchfallerkrankungen, die in den USA und Großbritannien auf Grundlage epidemiologischer Studien geschätzt wurden, wird vom Robert Koch-Institut für Deutschland das Vorkommen von 16 bis 60 Millionen lebensmittelbedingten Durchfallerkrankungen/Jahr abgeschätzt, von denen nach den Inhalten des o.g. Themenheftes ein relevanter Anteil trinkwasserassoziiert ist. Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) der USA schätzt, dass es in den USA jährlich 200 Millionen Fälle akuter gastrointestinaler Erkrankungen (Durchfallerkrankungen) gibt, darunter auch Mehrfacherkrankungen mit Mehrfachnennungen. Ergebnisse von epidemiologischen Studien in den USA (290 Millionen Einwohner) lassen die EPA darauf schließen, dass 10 bis 40% der gastrointestinalen Erkrankungen dem kontaminierten Trinkwasser zuzurechnen sind (EPA, 2001). Überträgt man diese Aussagen auf Deutschland mit rund 82 Millionen Einwohnern, dann können in Deutschland 6 bis 24 Millionen der angenommenen 16 bis 60 Millionen gastrointestinalen Erkrankungen (RKI, 2002) als durch kontaminiertes Trinkwasser verursacht abgeschätzt werden.

Schöne Grüße

Wilfried Soddemann
Freier Wissenschaftsjournalist
Ltd. Regierungsbaudirektor a. D.
Bauassessor Dipl.-Ing.

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V. Vorstandsmitglied
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND e.V. AG Umwelt und Gesundheit
Deutsche Umwelt- und Gesundheitsinitiative dugi e.V. Partner
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin IGUMED e.V. Mitglied
Whistleblower-Netzwerk e.V. Vorstandsmitglied

PS: Da in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen ist, dass unsere Wasserwerke entsprechende Filteranlagen einsetzen werden, nutzen wir bereits seit einigen Jahren, sowohl im Privathaushalt als auch in meiner Praxis das „espring“ Wasserfiltersystem. www.espring.com
Seither entfällt das Schleppen von Wasserkästen, meine Frau wäscht sogar den Salat mit gefiltertem Wasser und wir sparen pro Jahr, gegenüber Mineralwasser durchschnittlich zwischen 1000 bis 2000 Euro ein. Wenn wirklich jemand unbedingt auf „Sprudelwasser“ steht, dem können wir auch helfen, weil das leicht und einfach und ganz individuell, je nach Geschmack, mit dem Wassermax von Sodaclub möglich ist.

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